Musik bei der freien Trauung

Aktualisiert: 21. Sept.
Was passt zu euch?
Eine freie Trauung ohne Musik kann man machen. Muss man aber nicht. Dem Zauber von Musik kann sich schließlich kaum jemand entziehen. Manchmal reichen ein paar Takte und plötzlich ist ein Gefühl da, für das man vorher ziemlich viele Worte gebraucht hätte.
Genau deshalb spielt Musik bei vielen freien Trauungen eine wichtige Rolle.
Das Schöne daran: Es gibt keine Playlist, an die ihr euch halten müsst. Wenn ihr mit klassischer Musik überhaupt nichts anfangen könnt und stattdessen Metalcore hört, wäre es ziemlich merkwürdig, ausgerechnet bei eurer Hochzeit plötzlich so zu tun, als sei Mendelssohns Hochzeitsmarsch „euer Lied“.
Nehmt Musik, die etwas mit euch macht.
Wie viele Lieder das am Ende sind, hängt davon ab, wie ihr eure Zeremonie gestalten möchtet. Häufig ergeben sich drei oder vier Stellen, an denen Musik wunderbar funktioniert. Daraus wird allerdings keine Pflicht.
Der Einzug
Beim Einzug kann Musik einen Moment schaffen, den man kaum noch erklären muss.
Die Gäste sitzen da, die ersten Töne beginnen und plötzlich wissen alle: Jetzt geht es los.
Welcher Song dazu passt, hängt sehr davon ab, wie ihr einziehen möchtet. Feierlich funktioniert genauso wie lässig. Vivaldi darf es sein. Bruno Mars auch. Falls ihr bei einem vollkommen anderen Lied beide sofort Gänsehaut bekommt, wäre das für mich das deutlich bessere Argument.
Überlegt euch weniger, welches Lied zu einer Hochzeit passt. Fragt euch lieber: Wie soll sich dieser Moment für uns anfühlen?

Musik während der Zeremonie
Auch innerhalb der Trauung kann Musik schön sein. Vielleicht gibt es ein Lied, das euch seit Jahren begleitet. Vielleicht erinnert euch ein Song an eine Reise oder an eine bestimmte Phase eurer Beziehung.
So ein Stück kann hervorragend vor meiner Traurede stehen und sogar einen Übergang zu eurer Geschichte schaffen.
Musik kann auch vor dem Eheversprechen einen kleinen Moment zum Durchatmen geben. Das ist gar nicht zu unterschätzen, wenn man weiß, dass man gleich vor allen Lieblingsmenschen etwas ziemlich Persönliches sagen möchte.
Nach dem Ja-Wort darf natürlich ebenfalls gefeiert werden. „Kiss Me“ von Sixpence None the Richer? Warum nicht. „I Say a Little Prayer“ von Aretha Franklin? Großartig.
Ihr merkt schon: Ich bin bei der Auswahl relativ schmerzfrei, solange sie zu euch passt.
Mein persönlicher Favorit: der Auszug
Jetzt habt ihr es geschafft.
Ihr habt JA gesagt, vielleicht Ringe getauscht, euch geküsst und eure Gäste haben vermutlich schon Taschentücher, Handys oder beides in der Hand.
Beim Auszug darf es für meinen Geschmack deshalb gerne ein bisschen krachen.
Ich persönlich würde „I’m a Believer“ nehmen. Allerdings nicht von The Monkees, ich möchte ausdrücklich die Smash-Mouth-Version aus Shrek.
Ja, Shrek.
Ich liebe den ersten Film und finde den Song für einen Auszug ziemlich großartig. Über meinen Musikgeschmack können wir gerne beim Kennenlerngespräch diskutieren.

Livemusik oder Musik vom Band?
Beides funktioniert.
Livemusik hat natürlich ihren eigenen Reiz. Da steht tatsächlich jemand und spielt in diesem Moment für euch. Außerdem können gute Musiker auf Situationen reagieren. Dauert der Einzug länger als geplant, spielen sie weiter. Bei einer Aufnahme muss vorher jemand daran gedacht haben, was passiert, wenn das Lied zu Ende ist und die Hälfte des Brautpaares noch nicht angekommen ist.
Auch bei der Auswahl der Songs habt ihr mit Musikern interessante Möglichkeiten. Ein Stück, das im Original überhaupt nicht nach Hochzeit klingt, kann in einer anderen Version plötzlich perfekt funktionieren. „Nothing Else Matters“ von Metallica ist dafür ein schönes Beispiel.
Falls ihr Musiker in der Familie oder im Freundeskreis habt, kann ein persönlicher Beitrag sehr besonders werden. Vielleicht singt ihr selbst in einem Chor und möchtet ihn einbinden.
Bei einem spontanen Gemeinschaftsgesang mit sämtlichen Gästen wäre ich etwas vorsichtiger. Ich habe schon erlebt, wie aus einer euphorischen Idee ungefähr 70 Menschen wurden, die sehr konzentriert auf ihre Schuhe schauten und hofften, dass jemand anderes anfängt zu singen.
Das Ergebnis war … nun ja. Schmal.
Musik vom Band ist deshalb keineswegs die schlechtere Lösung. Wichtig ist, dass vorher geklärt ist, wer sie startet, über welche Technik sie läuft und wer dafür verantwortlich ist. Der perfekte Song hilft uns wenig, wenn am entscheidenden Moment niemand den Play-Button findet.
Was sollen wir denn nun nehmen?
Das, was euch gefällt.
So einfach ist es tatsächlich.
Vergesst für einen Moment Tante Herta, die Schlager für die Krönung der Musik hält. Onkel Björn, der außer Mozart nichts in seinen Gehörgang lässt, überlebt eure musikalische Auswahl vermutlich ebenfalls.
Es ist eure freie Trauung.
Vielleicht habt ihr bereits drei Songs, bei denen überhaupt keine Diskussion notwendig ist. Vielleicht sitzt ihr gerade vor Spotify und habt absolut keine Ahnung.
Beides ist okay.
Im Rahmen unserer Vorbereitung schauen wir auch darauf, wo Musik in eurer Zeremonie sinnvoll ist und wo sie den Ablauf eher unterbrechen würde. Falls ihr Inspiration braucht, habe ich euch außerdem eine Liste mit einigen meiner All-Time-Favourites zusammengestellt.
Viel Spaß beim Reinhören.

Liebling, lass uns heiraten!
Ihr plant gerade eure Hochzeit und überlegt, im Rahmen einer freien Trauung JA zueinander zu sagen? Dann schreibt mir gerne, wann und wo ihr heiraten möchtet.
Den Soundtrack müsst ihr beim ersten Date noch nicht mitbringen.
Ich freue mich auf euch und eure Love Tale.
🖤Marie-Christine




Kommentare